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Partner-Interviews

Was unsere Partner sagen

Christian Felber, Hochschullehrer, Buchautor, freier Publizist und Referent, Gründungsmitglied von Attac in Österreich, Initiator der "Demokratischen Bank" und Erfinder der "Gemeinwohl-Ökonomie"

„Was sind die Grundpfeiler der von dir entworfenen Gemeinwohl-Ökonomie?“

 Die „Gemeinwohl-Ökonomie“ ist eine wirtschaftliche Systemalternative zu kapitalistischer Markt- und zentraler Planwirtschaft. Sie baut auf genau den Werten auf, die unserer zwischenmenschlichen Beziehungen gelingen lassen: Vertrauensbildung, Verantwortung, Mitgefühl, gegenseitige Hilfe und Kooperation. Diese humanen und nachhaltigen Verhaltensweisen werden anhand der Gemeinwohl-Bilanz gemessen und mit einer Fülle von Anreizen und „systemischen Aufschaukelungen“ belohnt: das Marktstreben wird „ethisch umgepolt“ von Gewinnstreben und Konkurrenz auf Gemeinwohlstreben und Kooperation. Schon 275 Unternehmen aus sieben Staaten unterstützen das Modell, darunter viele aus Bayern.

 „Wie passt die Gemeinwohl-Ökonomie mit Regionalwährungen zusammen?“

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Bernd Luther, 2. Vorsitzender unseres Vereins und Versicherungs-Berater

Wieso unterstützt Du den Regio?

Meine Lebenspartnerin führt einen Bioladen und ich berate Menschen im Bereich Versicherungen. Da  merkt man sehr schnell, wie sinnvoll bewusstes, regionales Wirtschaften ist und welche Möglichkeiten das Regionalgeld als „menschliche Note" für das aktuelle Geldsystem mit all seinen Auswüchsen bieten kann. Deshalb habe ich mich auch sofort bereit erklärt, im Regio e.V. aktiv mitzumachen.

Was tust Du konkret, um den Regio voran zu bringen?

Meine Lebenspartnerin und ich sind sowohl Akzeptanzstellen als auch Ausgabestellen. Darüber hinaus bekommen Regio-Partner für Ihre Lebens-und Sachversicherungen absolute Sonderkonditionen (und da gibt es erhebliche Spielräume). Oft kommt bei Gewerbetreibenden die Frage „wo kann ich meine Regios verwenden" - bei mir kann man seine Sachversicherungsbeiträge auf einem Regiokonto bezahlen. Einfach und bequem, ohne Rücktauschgebühr, die ist meine Sache.

Versicherungen und Ihr Außendienst werden häufig nicht gerade positiv gesehen...

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Pia Mayer-Gampe, Autorin aus Seehausen

Pia Maier-GampeFrau Mayer-Gampe, Sie haben während Ihres Aufenthalts im Königreich Bhutan konkrete Erfahrungen mit "Schwundgeld" gemacht?

Während in Diskussionen um das Schwundgeld von den Befürwortern meist nur historische Beispiele ins Feld geführt werden, bin ich selbst mit meiner Familie einmal in eine Situation gekommen, in der wir Geld nicht horten konnten. Ich habe dieses Schwundgeld in Aktion erlebt. Sein Effekt war erstaunlich:
Während eines zweijährigen Aufenthalts in Bhutan wurde ein großer Teil des Gehalts für ausländische Konsulenten in der Landeswährung Ngultrum ausbezahlt. Diese Währung war noch weicher als die Rupie und verlor nach Ablauf des Arbeitsvertrags und beim Verlassen des Landes jeden Wert.

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Petra Porath, Mediatorin, Luna-Yoga-Lehrerin, Diplomverwaltungswirtin a.D.

Du bist seit einem Jahr REGIO-Mitglied und bietest Mediation, Konfliktberatung und Vorträge, Seminare und Übungsgruppen zur gewaltfreien Kommunikation nach M.B. Rosenberg an. Neu sind deine Luna-Yoga-Kurse, ein Weg über Selbstempathie und Achtsamkeit zu Lebensfeude. Was bedeutet es für dich Regionalwährung anzunehmen und auszugeben?

Damit erfüllt sich für mich einerseits das Bedürfnis nach mehr Verbindung unter den UnternehmerInnen und andererseits zwischen KundInnen und Anbieterin. Ein Ausgleich über Euro-Währung erweckt in mir eher das Gefühl von Distanz und Anonymität. Neben den bekannten Vorzügen des REGIO gefällt mir an der Idee, dass ein bewussterer Umgang mit Geld und Konsum dadurch gefördert wird. Ich überlege mir genauer wo ich z.B. meine Lebensmittel kaufe, einen Kaffee trinke oder zum Friseur gehe. Meine Erfahrung ist, dass die Menschen in den Annahmestellen von REGIO sehr achtsam ihre Angebote auswählen und sich mehr Gedanken über Umweltbelastung durch Produktionsbedingungen und Transportwege machen, auf faire Löhne und Preise achten und vielleicht insgesamt etwas einfühlsamer und tiefblickender unterwegs sind. Das ist auch ein wichtiger Aspekt, eine Ausrichtung in meiner Arbeit: Die Bedürfnisse aller möchten befriedigt werden.

Die Entwicklung des REGIO mit der Vergabe von Mikrokrediten beobachte ich mit großem Interesse und wünsche mir, dass der REGIO künftig auch über Banken gebucht werden kann, natürlich nicht um ihn zu horten, sondern um den Zahlungsverkehr zu erleichtern.

Seit Oktober 2010 bist du im Tauschring Fünf-Seen-Land www.tauschring-5-seen-land.de und bietest auch dort deine Fähigkeiten über Punkte an. Was hat Dich zu diesem Schritt bewogen?

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Unternehmensberater Dieter Wirlitsch aus München akzeptiert auch andere oberbayrische Regionalwährungen

Dieter WirlitschHerr Wirlitsch, Sie werben für unseren REGIO in Ihrem e-mail-Absender. Vielen Dank dafür. Sie schreiben, Ihr Honorar könne jederzeit in den wichtigsten bayrischen Regionalgeldern bezahlt werden. Sie akzeptieren Chiemgauer, STAR und als Münchner natürlich auch den REGIO. Haben Sie denn auch Umsätze in all diesen Währungen?

Dieter Wirlitsch: Ich bin beruflich in diesen Regionen unterwegs und werde relativ häufig in Chiemgauern bezahlt. Mit der Weitergabe habe ich kein Problem, da mein Sohn im Chiemgau wohnt. Ich gebe ihm die Scheine und er kann sie dort gut verwenden. Er lebt in einer großen anthroposophischen Einrichtung, die selbst die Regionalwährungen als Mitglied akzeptiert und mit ihren verschiedenen Aktionen sinnvollen Dinge mit dem STAR und Chiemgauer anstellt.

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Elke Nölting, Angestellte der Inselhaus Kinder- und Jugendhilfe gGmbH lässt sich ihr Gehalt teilweise in REGIO auszahlen

Elke, wie lang machst Du schon beim REGIO mit und wie viele REGIOs kannst Du monatlich bereits ausgeben?

Ich bin seit zweieinhalb Jahren dabei, lebe allein und gebe ca. 100 REGIOs im Monat aus, hauptsächlich für Lebensmittel. Vor allem kleinere Bioläden und ortsansässige Unternehmen wie die Schlossgärtnerei Weidenkam in Münsing sind meine Favoriten beim Einkauf. Auch meine Tankfüllung bezahle ich gelegentlich mit REGIOs.

Wir wollen nächstes Jahr das REGIO-System mit dem „Chiemgauer-System" zusammenführen. Das bedeutet, dass von Deinen 100,- REGIOs jeweils 3 % an eine soziale Institution Deiner Wahl gehen. Das sind immerhin 36,- REGIOs im Jahr, die Du ohne weiteres Zutun spendest. Wie findest Du diese Lösung?

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Lothar Schultz, Baubiologe, Geschäftsführer von REFUGIO Murnau

Herr Schultz, Sie sind erster REGIO Partner sowie REGIO Ausgabestelle seit Anfang 2005 in Murnau. Wie liefen die ersten 5 Jahre aus Ihrer Sicht in Murnau?

Als innovativer Zeitgenosse u. Fachhändler mangelt es mir nicht an Mut
unkonventionelle Wege zu gehen. Ich setzte Anfangs sehr viel Energie im
"Blauen Land" ein diese gute Idee weiter zu verbreiten. Bis heute sperrt
sich beispielsweise noch die VR Bank Garmisch, welche als Partner gut
geeignet wäre einen kleinen Schritt zu gehen.

Welche Chance geben Sie dem Konzept? » mehr

Unser Partner Markus Kreiter betreibt in Wolfratshausen die Druckerei "KreiterDruck"

Herr Kreiter, Sie sind ja von Anfang an dabei. Was hat Sie dazu bewogen, beim REGIO mitzumachen?
Herr Merten vom Vorstand hat uns in einem persönlichen Gespärch die Idee der Regionalwährung vorgestellt. Das hat uns überzeugt und wir sind Mitglied geworden.
Bei Druckaufträgen für Broschüren werden schon mal vierstellige Beträge fällig. Wie wickeln Sie die Bezahlung in REGIO ab?
Das ist ganz einfach. Die Bezahlung erfolgt in bar und wir nehmen die REGIO an. Der Umsatz wird in der Buchführung wie ein Euro-Umsatz erfasst. Es gibt keinerlei Probleme oder Umständlichkeiten damit.
Was machen Sie dann mit den REGIOs in Ihrer Kasse?

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Roland Rottenfußer, Journalist und Lektor, Peißenberg

Roland Rottenfußer arbeitet unter anderem als Redakteur für Konstantin Weckers webmagazin "Hinter den Schlagzeilen" und hat im Magazin "Humane Wirtschaft" mehrere zinskritische Artikel veröffentlicht
Könntest du kurz erklären, warum du REGIO-Mitglied geworden bist?

Ich hätte wesentlich mehr Schwierigkeiten, zu erklären, warum ich es nicht werden sollte. Alles spricht doch dafür: Regio-Währungen unterstützen die Region, schaffen Bindungen zu fortschrittlichen Kunden, sind auch gesamtwirtschaftlich sinnvoll und vermitteln mir das Gefühl, Teil eines zukunftsfähigen Projekts zu sein. Was will man mehr?

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Hartmut Weber, Architekt und Regionalbeauftragter des REGIO, Eurasburg

Hartmut Weber

Hartmut Weber ist Architekt und als Gründungsmitglied unseres Vereins von Anfang an beim REGIO aktiv.
"Die Krise als Chance" - Was bedeutet das für Ihren Verein?

Wir sind die Initiatoren des REGIO hier im Oberland und in München. Mit diesem anderen Geld wird ein verfallendes, nach Waren angeglichenes (natürliches) Geld in Umlauf gebracht. Die Idee ist leider schwer vermittelbar, weil der Vorteil auf den ersten Blick wie ein Nachteil wirkt. Geld das durch Lagern ähnlich wie die Waren an Wert verliert, vermittelt sich nicht gut.

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Dr. Ruth Sander, Systemische Beraterin, Theaterwissenschaftlerin und Kulturmanagerin, München

Unsere Partnerin Dr. Ruth Sander, München arbeitet als Systemische Beraterin, Theaterwissenschaftlerin und Kulturmanagerin am Projekt „Politik im Raum“.
Was hat Sie dazu bewogen, beim REGIO-Verein Mitglied zu werden?
"Ich halte die Existenz einer Regionawährung für eine wichtige und sinnvolle Sache. Ob sie im Krisenfall wirklich eine Alternative zum Euro darstellen würde, wage ich zwar zu bezweifeln. Aber selbst wenn es nur eine symbolische Ebene sein sollte, möchte ich so ein Zeichen setzen.!"

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Aktuelle Daten

95 Vereinsmitglieder
61 REGIO-Partner
17.500 REGIO im Umlauf
4.920 REGIO-Spenden an Vereine

Kurz-Portrait

Lebens Art GmbH natürlich bauen und wohnen

Schweighöfer Sabine, Stary Gudula, Rupp Udo
Sabine Schweighöfer
Erdinger Str. 45
85356 Freising

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Termine

Mitgliederversammlung 2015

am 16.12.2015 um 19:00 Uhr

im MAX GORBACH ZIMMER (EG)

in der Seidlvilla, Nikolaiplatz 1b,
80802 München (mit der U-Bahn U3/U6: Giselastraße)

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08.04.2015 Arbeitstreffen Regionalgeldinitiative Freising

Die Regionalgeldinitiative Freising trifft sich zu einem Arbeitstreffen am Mittwoch, 08.04.2015 um 19.00 Uhr bei LebensArt in Freising.

11.06.2015 Vortrag "Der Crash ist die Lösung"

Vortrag: Der Crash ist die Lösung

Warum unser Finanzsystem zum Scheitern verurteilt ist.

Matthias Weik und Marc Friedrich 

Donnerstag, 11.06.2015  

Aula Staatliche Berufsschule Traunstein, Wasserburgerstr. 52, 83278 Traunstein

Vorverkauf startet im Mai.